19.04.2023

Gute und schlechte Nahrungsverwerter

Gute und schlechte Nahrungsverwerter

Mythos "Ich kann essen, was ich will und nehme nicht zu"

Haben wir doch schon oft gehört und oder auch im eigen Kreis schon gehabt. Egal ob Mann oder Frau, du kennst diesen klassischen "Hardgainer", schmale Knochen und Muskeln, schmale Clavicula (Schlüsselbein), ständig am essen, aber überhaupt nicht am zunehmen. Es scheint fast wie ein schwarzes Loch im Magen zu sein, doch eigentlich ist es viel einfacher. Diese Menschen können nicht so effektiv verdauen, sprich von dem ganzen Essen, was sie zu sich nehmen nimmt der Körper nur einen sehr kleinen Teil auf und den Rest scheidet er wieder aus. Natürlich ist es dann nur logisch, dass man mit so einer Verdauung auch mehr Volumen an Nahrungsmitteln zu sich nehmen muss, wenn der Körper nicht so effektiv ist. Ich persönlich beobachte auch oft, dass diese Menschen an sich gar keine guten "Esser" sind. Vielleicht essen sie öfter am Tag, aber in der Regel eher kleinere Portionen. Ich möchte betonten, dass es nicht nur gute und nicht nur schlechte Essensverwerter gibt, die Grauzone ist so viel größer und es muss nicht immer gleich ins extrem gehen.

Wer viel isst musst auch viel scheißen!!!

Geburtsort, Erziehung, Job, Freundeskreis, Religion uvm. haben Einfluss auf deine Verdauung

Menschen aus Südost Asien sind ganz andere Lebensmittel gewohnt, als Menschen aus Mitteleuropa oder aber Amerika oder Südafrika. Das allein ist schon mal ein entscheidener Faktor, was ich vertrage und was nicht. Seit unserer Kindheit werden wir durch unsere Eltern geprägt, nicht nur was wir mögen, sondern was wir nicht mögen und vor allem wann und wieviel man zu sich nimmt. Wir alle kennen es, neulich an Ostern, wer hat im Büro nicht überall Versuchungen alle Art um sich herum, genauso wie im Freundeskreis. Und natürlich hat auch der Glaube einen großen Einfluss auf Lebensmittel Timing als auch -auswahl.

„Du bist, was du isst!“

Ein guter Essensverwerter zu sein ist nicht schlecht!!!

Im Gegenteil zu den Menschen, die gefühlt alles in sich reinhauen können ohne Konsequenzen stehen natürlich die Menschen, die Lebensmittel generell sehr gut verstoffwechseln können- sprich ihrer Aufnahmerate ist einfach viel höher und besser. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass schon ein kleiner Kalorienüberschuss ausreicht um zuzunehmen. Dementsprechend muss man einfach etwas genauer an das Thema essen rangehen. Sowas ist von Grund auf auch nicht schlecht, denn ein großer Vorteil von weniger essen und mehr verstoffwechseln ist, dass weniger Schadstoffe entstehen, die der Körper natürlich auch loswerden muss. Ein Mensch, deine eine große Menge an Lebensmitteln zu sich nimmt hat nicht nur eine erhöhte Schadstoffproduktion wie z.B. freie Radikale während der Verdauung, die Bauchspeicheldrüse wird auch stärker beansprucht.

Deine Erwartungshaltung an Essen

Egal, was du nun für ein Typ bist oder welche Verwertercharakteristik dir am nächsten ist, am wichtigsten ist in meinen Augen deine Erwartungshaltung an essen. Leider git es immernoch so viele Menschen, die Essen oder bestimmte Lebensmittel als Belohnung sehen. Das Problem daran ist der starke Dopamin Kick, den man durch dieses Lebensmittel oder das Gericht hat. Nun Dopaminpeaks sind per se nichts schlechtes, das Problem ist, nach einem sehr starken Peak folgt auch ein sehr schnelles Low und das tiefer, als der Startpunkt des Dopamins vor dem Essen. Dopamin ist zwar unter anderem ein Glückshormon, es ist aber auch zuständig für Motivation, Bewegung und Drive. Das bedeutet also, sobald das Dopamin nach dem Essen wieder sinkt und wie wir gerade gelernt haben tiefer als die s.g. Dopmain Baseline, wird man danach keine Motivation, Lust haben sich zu bewegen, geschweige denn den Drive eine schwierige und herausfordernde Tätigkeit anzugehen. Alles kommt von der Erwartungshaltung an das Essen, das es auf jedenfall sehr lecker ist, dich so satt macht, dass du danach keinen Hunger mehr versprührst. Generell einfach das Essen als Belohnung zu sehen. Wenn du aber den Prozess des Zubereitens, Aussuchen der Lebensmittel nach Verträglichkeit als auch den Grund hinter Nahrung verstehst, nämlich, dass es in erster Linie um Energie geht. Das soll jetzt nicht heißen, dass man nur noch gesund ist, nie zu viel und auch nie "schlechte" Lebensmittel, sondern einfach nur die Erwartungshaltung an Essen generell hinterfragen.

Wenn du Sport aus dem Grund heraus machst um gut auszusehen, dann wirst du, selbst wenn du das Ziel erreichen solltest, es auf keinen Fall lange aufrecht erhalten. Denn um dieses optische Niveau über Jahre aufrecht zu erhalten wird es dir irgendwann zu anstrengend so diszipliniert Tag für Tag, Jahr für Jahr und sogar Jahrzehnt über Jahrzehnt immer wieder das gleiche zu machen, denn je älter wir weden, desto mehr müssen wir ja auch tun, um diesen Standart aufrecht zu erhalten. Wenn die Erwartungshaltung aber so ist, dass man dankbar ist, sich jeden Tag körperlich bewegen zu dürfen, weil man gesund ist und auch bleibt, wenn es Freude bereitet gut, gesund und ausgwogen sich zu ernähren, weil man weiß, wie gut es der Gesundheit und der Belastbarkeit tut, dann kommt die Schönheit automatisch und man hat nicht sooooo einen starken Anstieg von Dopamin, aber man hat genrell eine höhrere Dopamin Baseline. Das hat zur Folge, das wir mehr Motivation verspühren, mehr Drive und uns automatisch mehr bewegen wollen, weil wir so viel Energie haben.

Kleines Fazit am Ende

Heute haben wir gelernt, ob wie entweder "gute" oder "schlechte" Essenverwerter sind. Am Ende des Tages können wir das auch nicht großartig ändern, aber uns dessen bewusst zu sein gibt uns schonmal viel Spielraum zur Optimierung. Wir können auch nicht unserer Herkunft, Erziehung oder regionale Verfügbakeit von Lebensmitteln verändern. Was wir aber können ist dem dem Wissen, was wir heute erlernt haben useren eigenen Weg zu finden. Intermittent Fasting, High Carb Low Fat, Keto etc ist völlig egal, wichtig ist, das unser Erwartungshaltung an Essen und Gesundheit im allgemeinen zu uns passen sollte. Gönn dir gerne mal, aber tue das bewusst, dass es nicht die Normalität ist. Genieße den Prozess, den Weg, den du in deinem Leben gehst um deine optimale Ernährungs- und Lebensweise zu finden. Und auch hier gilt, wenn dir dafür die Zeit oder das Wissen fehlt, dann hol dir einen Coach!!!

Bis zum nächsten Artikel- Make yourself Proud

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